Dr. med. Dr. phil. Natalie Jansen & Dr. med. Patricia Diehl - Ihre Hausärzte in Heilbronn

Herzratenvariabilität (HRV)

Die Herz­ra­ten­va­ria­bi­li­tät ist ein Maß für Gesund­heit und Lebens­en­er­gie. Mit der HRV-Mes­sung wird die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Herz und Gehirn und die Steue­rung der bei­den über das vege­ta­ti­ve Ner­ven­sys­tem dar­ge­stellt.

Die Grund­la­ge der Mes­sung ist das EKG, hier wird die zeit­li­che Varia­bi­li­tät zwi­schen den R‑Zacken im Mil­li­se­kun­den­be­reich bestimmt. Herrscht hier eine gro­ße Varia­ti­on zwi­schen jeweils zwei R‑Zacken, so ist dies mit einer guten Adap­t­ati­on an äuße­re Ein­flüs­se ver­bun­den. Das heißt, der Pati­ent hat genü­gend Ener­gie und besitzt die Fähig­keit sich trotz Stress gut zu rege­ne­rie­ren.

Zeigt sich hier jedoch eine gerin­ge Varia­bi­li­tät, so ist die kör­per­ei­ge­ne Steue­rung über­for­dert und kann sich nicht oder nur schwer an die äuße­ren Gege­ben­hei­ten anpas­sen. Auf­grund die­ser Fehl­funk­ti­on des vege­ta­ti­ven Ner­ven­sys­tems fol­gen Krank­hei­ten wie Blut­hoch­druck, chro­ni­scher Schmerz, Burn-out-Sym­pto­ma­tik bis hin zur Depres­si­on.

Höhe­res Alter und Sys­tem­er­kran­kun­gen sind regel­haft mit einer ver­min­der­ten Varia­bi­li­tät und somit einer her­ab­ge­setz­ten kör­per­ei­ge­nen Steue­rung ver­bun­den.

Bereits 300 n.Chr. wuss­te Wang Shu­he:

„Wenn der Herz­schlag so regel­mä­ßig wie das Tröp­feln des Regens auf dem Dach wird, wird der Pati­ent inner­halb von 4 Tagen ster­ben.“

Stress kann sich auf viel­fäl­ti­ge Art und Wei­se mani­fes­tie­ren. Es gibt aku­ten Stress, zum Bei­spiel Prü­fungs­stress oder Rei­ze bei (Action-) Fil­men, der im Nor­mal­fall gut kom­pen­siert wer­den kann. Und es gibt den chro­ni­schen Stress, der dau­er­haft auf den Men­schen ein­wirkt und somit zu einer teil­wei­se erheb­li­chen Beein­träch­ti­gung des Wohl­erge­hens führt. Wei­ter gibt es meta­bo­li­schen Stress beim Dia­be­tes, kar­dio­vasku­lä­ren Stress bei oder nach Herz­in­farkt, immu­no­lo­gi­schen Stress bei Infekt­an­fäl­lig­keit oder auch zere­bra­le Aus­wir­kun­gen mit Gedächt­nis­lü­cken.

Mit der Mes­sung der Herz­ra­ten­va­ria­bi­li­tät ist nicht nur eine Aus­sa­ge über den aktu­el­len Ist-Zustand der Gesund­heit mög­lich, son­dern auch dar­über, wie­viel Ener­gie bzw Erho­lung durch Atem­the­ra­pie noch zu rekru­tie­ren ist. Die­ses Atem­mo­dul wird vom Gerät indi­vi­du­ell auf jeden Pati­en­ten abge­stimmt und kann auf Wunsch auf einen mit­ge­brach­ten USB-Stick über­spielt und mit nach Hau­se gege­ben wer­den.

Für wel­che The­men ist eine HRV-Mes­sung geeig­net?

  • Als unab­hän­gi­ges Mess­in­stru­ment für die Wirk­sam­keit einer bestimm­ten The­ra­pie z.B. in der Dia­be­to­lo­gie, Kar­dio­lo­gie, Gas­tro­en­te­ro­lo­gie.
  • Bei Ver­dacht auf Burn-out-Sym­pto­ma­ti­k/­psy­cho­so­ma­ti­scher Erkran­kun­gen zur Ein­schät­zung der Schwe­re und der soma­ti­schen Aus­prä­gung.
  • Beglei­tend zum Trai­ning bei Sport­lern, zur Erfolgs­kon­trol­le und zur Ver­mei­dung von Über­trai­ning oder fal­schem Trai­ning.